Studie: Stromnetz für die Aufnahme von Strom aus Windkraft und neuen Kraftwerken geeignet 10.01.2005 | BMU
Netzstudie der dena erschienen
Die Integration der Windenergie in Deutschland an Land und auf dem Meer in das Stromnetz lässt sich bis zum Jahr 2020 zu vernünftigen Kosten bewältigen. Dies ergibt sich aus dem Entwurf des Abschlussberichtes des Netzgutachtens der Deutschen Energie-Agentur (dena). Danach fällt der Ausbau der Stromnetze geringer und moderater aus als erwartet, wodurch keine erheblichen Auswirkungen auf die Strompreise zu erwarten sind. Nach ersten Schätzungen müsste ein Durchschnittshaushalt für diesen Netzausbau insgesamt zwischen 0,7 und 1,1 Cent pro Jahr bezahlen.
Sollten sich die Informationen bestätigen, hält das Gutachten bis 2007 keinen Netzneubau für notwendig. Erst danach wäre das Netz stufenweise auszubauen. Das Bundesumweltministerium erwartet, dass die Studie neben der Einspeisung der Windkraft auch den Ersatz alter Kohle- und Atomkraftwerke durch neue Kohle- und Gaskraftwerke sowie den wachsenden Stromhandel berücksichtigt.
Bis zur Realisierung des notwendigen Netzausbaus stehen technische Überbrückungslösungen zur Verfügung, die zum Teil bereits heute von den Windenergieanlagen geleistet werden können. Die zusätzlichen Regelenergiekosten fallen im Vergleich zu den bisher genannten Kosten deutlich geringer aus. Weitere intelligente technische Systemlösungen zur Integration der Windenergie, die zum Teil bereits heute im Ausland praktiziert werden und die zu deutlichen Kosteneinsparungen führen, werden im Netzgutachten nicht untersucht. Diese Untersuchungen sollten nach Auffassung des Bundesumweltministeriums in einer ergänzenden Studie nachgeholt werden.
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