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| Zwischen Politik und Popcorn: Regisseur Roland Emmerich bei der Filmpremiere heute in Berlin. Foto: Private Press |
Von der Ernsthaftigkeit des Filmstoffes, von möglichen Auswirkungen der globalen Klimaerwärmung nämlich, war dagegen nicht viel zu spüren in Berlin. Sieht man einmal von einer Hand voll Greenpeace-Aktivisten ab, die am Rande der Veranstaltung in grünen Overalls und mit Plakaten gegen die CO2-Emissionen der Ölkonzerne protestierten. Sonst herrschte Sonnenschein auf dem glanzvollen Catwalk zum Kino. Man begab sich kollektiv in Anzug und Abendkleid auf den Weg zur Klimakatastrophe. Lediglich ganz vereinzelt gaben sich die Gäste gegenüber den zahlreichen Fernsehjournalisten nachdenklich auf die Frage, was den von den Klimaveränderungen in der Realität zu halten sei.
Regisseur Roland Emmerich ("Independence Day") versteht es immer wieder, Hollywood-Optik, Pathos und Zelluloid-Übertreibung mit einer Portion Politik und Message zu kombinieren - hatte er doch in den USA in den letzten Wochen ganz bewusst die klimafeindliche Politik von Präsident George W. Bush kritisiert und dessen Herausforderer John Kerry in der Absicht unterstützt, Erneuerbare Energien stärker zu fördern.